Juli 2019 Selektion

Grenzweine, grenzenlose Weine

Juli 2019 Selektion

Simcic Ribolla Gialla 2018 (2 Flaschen)
Kante Vitovska 2016 (2 Flaschen)
Vignai da Duline Malvasia Chioma Integrale 2018 (2 Flaschen)

Preis bei Ladenkauf: 128,59 €
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Über diese Selektion...

Zwischen Italien und Slowenien gibt es ein geografisch und geschichtlich einheitliches Weinanbaugebiet. Einst diente es zur Aufbewahrung edler Weine des Kaiserreichs Österreich Ungarn, heute ist das Areal, das das Collio Gebiet, das Carso und Julisch Venetien miteinschließt, durch zwei Staaten, nur aus institutioneller Sicht, getrennt. Eine politische Grenze, die die lange gemeinsame Geschichte des Weinanbaus nicht gelöscht hat und die heute eine interessante und faszinierende Weinstraße aufzeigt, wo großartige Weißweine Mineralität der Böden erhalten und Tiefe durch die häufige Aufweichung auf den Schalen.

Als Grenzland und Land der Schlösser und deshalb für lange Zeit Streitpunkt, welcher sich zwischen dem Isonzo und dem Judrio befindet, repräsentiert das Collio eine der besten Zonen des Nord-Osten. Sein Verwaltungszentrum ist Gorizia, eine mitteleuropäische Stadt, die geteilt ist, zwischen dem italienischen und dem slowenischen Collio Gebiet, also dem Brda, was für Weinliebhaber eine der überzeugendsten Denominationen für Weißwein in Europa ist. Ein Weinzentrum? Oslavia, Heimat der Ribolla Gialla und vielleicht der größten Orange Wines Italiens.

Als eine Kreuzung der Kulturen und Traditionen ist das Collio ein fruchtbarer Halbmond, der sich von den Julischen Alpen bis zum Adriatischen Meer erstreckt, wo normalerweise kleine Unternehmen unter familiärer Leitung mit Liebe wenige Hektar des charakteristischen, hügeligen Flysch kultivieren: Mergeliger Boden (hier sagt man “ponca”) und Sandstein, was von den Bergen und Meereswinden geschützt, Weine von großer Eleganz, Schmackhaftigkeit, guter Struktur, hervorragenden mineralischen Düften und wunderbarer Langlebigkeit bescheren.

Das andere Grenzgebiet, wo Weine von eindeutig mitteleuropäischem Geschmack hergestellt werden, ist das Carso Gebiet. Auch in diesem Fall gibt es zum italienischen Gebiet, das zu Venezia Giulia und zur kleinen Provinz von Triest gehört, ein dementsprechend Slowenisches, das Kras. Um das herum, was eine der politischen und kulturellen Hauptstädte des östlichen Europas gewesen ist, erstreckt sich ein raues und komplexes Weingebiet, das aus einem schmalen Flysch mit Grotten, Klüften, Gewässern und wieder zu Tage kommenden Felsen besteht.

Ein karstiges Territorium, eben noch komplexer durch die starken Bora Winde und durch die zur Trockenheit neigenden Böden, unpassend für fast alle Pflanzungen außer der Weinrebe. Reben, die sich hier nahe beim Adriameer, aber in einem wesentlich kontinentalen Klima befinden, haben zahlreiche autochthone Vielfalten hervorgebracht: Die Malvasia Istriana, mit Charakter und lieblichem Aroma, die Vitovska, strukturiert und von entschiedenem Geschmack und, zu den Roten gehörend, die Terrano (oder auf Slowenisch Teran), ein flinkes, säurehaltiges und rasantes Ergebnis aus der Familie der Refosco Traube.

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Simcic Ribolla Gialla 2018 (2 Flaschen)

Weisswein. Marjan Simcic Brda, Slowenien Ribolla Gialla

Flasche: 13,91 € Club-Mitglieder / 15,90 € Nicht-Mitglieder


Es ist das Jahr 1988 als Marjan Simčič, zusammen mit seiner Frau Valerija, das antike Familienunternehmen, das bis auf das Jahr 1860 zurückgeht, im Herzen des slowenischen Collio, dem Brda, neu ins Leben ruft. Die Richtung von Marjan in einer Gegend, die sich traditionell der Aufweichung auch bei Weißweinen und sich eines rigoros natürlichen Weinanbaus widmete, ist die, das Territorium zu respektieren, jedoch ohne auf die wesentliche Anwendung moderner Techniken sowohl auf dem Weinberg, als auch im Weinkeller zu verzichten.

Heute zählt das Unternehmen circa 18 Hektar, wo es Pflanzen gibt, die mehr als fünfhundert Jahre alt sind. Für das Territorium ist es ein nicht gerade kleines Erbe, in einer normalerweise ziemlich fragmentierten Zone, die ideale klimatische Bedingungen für das Wachstum der Reben bietet, dank der warmen Meeresluft, die aus der friaulischen Ebene kommt und dem Schutz, den die Julischen Alpen und die Hochebene von Ternova gegen die kalte Bergluft schaffen. Und dann die Böden aus Sandstein, auf den typischen Hügeln des mergeligen von Görz machen den Rest und schenken uns eine Bandbreite an prächtigen und langlebigen, aber gleichzeitig mineralischen und schneidenden Weinen.

Von den jüngeren Weinbergen stammt die klassische Linie des Unternehmens, bei der die Ribolla Gialla, die in Slowenien Rebula gennant wird, aufgrund ihrer Typizität hervorsticht. Ansonsten in einer Landschaft, die mittlerweile voll von internationalen Exzellenzen ist, ist die Ribolla, zusammen mit dem Friulano, der autochthone, repräsentativste Weißwein. In der Interpretation von Marjan Simčič weicht die klassische Ribolla auf den eigenen Schalen für etwa 48 Stunden auf. Eine sanfte, alles andere als invasive Aufweichung also, wodurch am Besten die Frische und die Typizität der Rebe bewahrt und dennoch nicht auf ein Plus an Struktur und Komplexität verzichtet wird.

Nach dem 7 monatigen Ruhen im Stahlbehälter auf der Hefe und mindestens einem Monat in der Flasche, zeigt sich diese Ribolla in einem schönen Hellgelb mit Goldreflexen und drückt in der Nase Düfte von Zitrone, grünem Apfel, Zitrusfrucht und Grapefruit aus. Es darf natürlich nicht an einem Hintergrund von Mandeln und Trockenfrüchten fehlen. Er ist am Anfang noch rasant, was durch die Aufweichung kommt. Im Schluck schenkt er uns einen fruchtigen Ansatz, der dank der Harmonie der Säure, seiner Vollmundigkeit und Mineralität, zum Teil salzhaltig aber nie kantig, Perfektion erreicht.

  • Alkoholgehalt: 13,0%
  • Optimale Serviertemperatur: Zwischen 6ºC und 8ºC

Simcic Ribolla Gialla 2018
Vorder- und Rückseite

Kante Vitovska 2016 (2 Flaschen)

Weisswein. Kante Carso, Italien Vitovska

Flasche: 19,28 € Club-Mitglieder / 21,90 € Nicht-Mitglieder


Edi Kante ist einer der symbolträchtigsten Weinbauern von Julisch Venetien, vielleicht sogar der Erste, der das Potenzial der kargen und schwierigen Böden von Triest zur Produktion von großartigen Weinen im Carso erkannt hat. Er hat eine charismatische Persönlichkeit und ist unkonventionell, ein handwerklich begabter Künstler der Rebe. Kante verleiht seinen Weinen einen klaren und einzigartigen Stil, sowohl den Internationalen, als auch, und vor allem, den Autochthonen. Als ein Reich an Umweltschutz und biologischer Vielfalt, teilen sich die Weinberge von Kante in circa fünfzig verstreute Parzellen auf, die sehr niedrige Erträge bringen, auch aufgrund der wenig großzügigen Ländereien. Wenig Frucht und hohe Qualität, auch wegen der geringen Umweltbelastung durch einen besonders "wilden" Weinanbau.

Der Stil von Edi Kante basiert auf zwei Voraussetzungen: Getrennte Vinifikation der Parzellen, mit einer ersten Verfeinerung wiederum getrennt auf Stahl und Holz und es gibt keine Aufweichung auf den Schalen für die weißen Trauben. Ein fast ungewöhnliches Vorgehen für ein Gebiet, das extrem auf die Aufweichung und Orange Wine ausgerichtet ist, was aber nur dafür sorgt, die Authentizität und Ausdruckskraft der Reben und des Terroirs wiederherzustellen.

In seinem suggestiven Weinkeller, der in den karstigen Boden gegraben wurde und sich auf mehrere Ebenen verteilt, erweckt Edi Kante außer die vortrefflichen Weine seiner Produktpalette, einen sensationellen Vitovska zum Leben. Auf einem ungefähr zwanzig Jahre alten Weinberg auf roter Erde und Kalkfelsen kommt das Beste dieser Rebe zum Vorschein, die wahrscheinlich von slowenischem Ursprung, aber im Carso weitverbreitet ist. Nach der Gärung, die auf Holz stattfindet, ruht er ein Jahr im Barrique und dann baut er sich, jedoch ohne jegliche Filterung, im Stahlbehälter aus.

Mit einer Traube, die von Natur aus eine gute Struktur besitzt, nimmt der Vitovska in der Interpretation von Edi Kante ein lebhaftes und leuchtendes Strohgelb an, mit Duftnoten, die von der Mispel bis hin zum Apfel reichen, von Jasmin bis zur Pflaume, von der Maulbeere bis zum Wildblütenhonig. Gedämpfte, pfeffrige und vor allem mineralische Düfte bilden einen harmonischen und herrlichen Kontrast. Der Schluck ist das Warten wert, der strukturiert aber auch ausgeglichen ist, von großer Komplexität, mit einem Echo an Heilkräutern und Gewürzen, die auf einer dicken jodierten und salzhaltigen Textur aufeinander reagieren. Der Abgang ist selbstverständlich unendlich.

  • Alkoholgehalt: 12,0%
  • Optimale Serviertemperatur: Zwischen 6ºC und 8ºC

Kante Vitovska 2016
Vorder- und Rückseite

Vignai da Duline Malvasia Chioma Integrale 2018 (2 Flaschen)

Weisswein. Vignai da Duline Friuli Venezia Giulia, Italien Malvasia Istriana

Flasche: 23,31 € Club-Mitglieder / 26,50 € Nicht-Mitglieder


Zur Organisation Slow Food gehörend ist Vignai da Duline in der Tat eine Zone, auf die man achten sollte. Sie schützt und wertet das Gebiet auf und hält es, so gut es geht, frei von Verunreinigung. Das sind die Prinzipien, die Lorenzo Mocchiutti und Federica Magrini 1997 dazu gebracht haben, dieses Abenteuer des Weinanbaus an der Grenze zu beginnen. Die circa 6 Hektar an Besitz, zwischen den Gemeinden San Giovanni al Natisone (Teilgemeinde Villanova del Iudrio) und Manzano, wenige Kilometer von Cormons und der slowenischen Grenze entfernt, werden gemäß biodynamischen Prinzipien geleitet und konzentrieren sich auf zwei historische Cru, La Duline und Ronco Pitotti, mit Baumstämmen, die älter als achtzig Jahre alt sind.

Durch sehr hohe Qualität, niedrige Erträge, sehr genaue Auswahl und natürlich ein einzigartiges und wunderbar aufgewertetes Territorium haben sich damals Luigi Veronelli und jetzt sehr viele Liebhaber des gesunden und kompletten Weins verliebt. Die Weinberge, umgeben von Wiesen und Wäldern, befinden sich auf den typischen Böden der friaulischen, mergeligen, steinigen Hügel aus Sandstein und sind so von der Natur dazu bestimmt, vertikale und minerale Weine ohne Kompromisse hervorzubringen.

Der Weinberg des Malvasia Istriana in der Gegend von Duline ist ein Wald. Aus Respekt vor dem Vegetationszyklus stutzen die Weinbauer die Pflanzen, die reichlich Blätter tragen, nicht. Daher der Name: Chioma Integrale - Volles Laub. Von Weinbergen, die noch nie irgendeine Form von Chemie erfahren haben- oder zumindest nicht in 40 Jahren, profitiert dieser Malvasia von seinem lieblichen Aroma, seinem Fruchtgeschmack und seiner entschiedenen, mineralischen Dichte, seinen kalkigen Böden und dem durchschnittlich hohen Alter der Pflanzen, die ein halbes Jahrhundert alt sind.

Vinifiziert natürlich spontan und mit eigener Hefe, zeugt Chioma Integrale von einem perfekten Gleichgewicht aus Dichte und Vertikalität. Das spiegelt sich bei jedem Jahrgang wider. Nach der Verfeinerung auf Holz, wo die malolaktische Gärung stattfindet, ruht er circa acht Monate noch einmal im Barrique und Eichenfass.

Von sichtbar starkem Strohgelb ruft er in der Nase die Düfte von weißem Pfirsich und Zitrusfrucht wach, aber was darauf folgt, sind aromatische Heilkräuter, Iod, Salz und volle Mineralität. Vibrierend in der Nase und auch im Mund. Hier gibt es eine Explosion an Geschmack und Frische, was sofort das große entwickelte Potenzial dieses Weines deutlich macht. Und dann das aromatische Echo von Salbei, Zitrus und Iod, bereichert durch eine deutliche Spur an Trockenfrucht, was die Wirksamkeit und den langen Abgang garantiert.

  • Alkoholgehalt: 12,5%
  • Optimale Serviertemperatur: Zwischen 6ºC und 8ºC

Vignai da Duline Malvasia Chioma Integrale 2018
Vorder- und Rückseite

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